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Schmerzmitteltest
#1
Die Stiftung Warentest hat die häufigsten Substanzen gegen Schmerzen getestet.

Hier das Ergebnis:

Zitat:Paracetamol: Riskant für die Leber
Geeignet bei leichten bis mäßigen Schmerzen, vor allem Kopf-, Zahn- und Gliederschmerzen.

Neben Tabletten sind Brausetabletten erhältlich, denkbar etwa bei Schluckbeschwerden. Für Kinder gibt es Zäpfchen und Säfte – altersgerecht dosiert und teils ab Geburt möglich.

Wichtig: Paracetamol ist gut verträglich, auch für Schwangere, aber schädigt ab geringer Überdosierung die Leber.

► Wer ein Leberleiden hat oder recht viel Alkohol trinkt, sollte einen anderen Wirkstoff wählen.

Ansonsten gilt: Achtsam laut Beipackzettel dosieren und höchstens alle sechs Stunden nehmen. Maximale Tagesdosis für Erwachsene: 4000 mg.

Acetylsalizylsäure: Verdünnt das Blut
Geeignet bei leichtem bis mäßigem Schmerz – nur kurz, da etwa im Magen besonders nebenwirkungsreich.

Bei Zahnweh nur mit Einschränkung geeignet. Falls danach eine Zahnbehandlung nötig wird, besteht erhöhtes Blutungsrisiko. Denn Acetylsalizylsäure (ASS) hemmt die Gerinnung stark und tagelang. Daher nicht vor geplanten OPs nehmen.

Wichtig: Für Kinder unter 12 Jahren und im letzten Schwangerschaftsdrittel tabu. Auch sonst nicht erste Wahl für Schwangere.

► Brausetabletten mit Vitamin C sind etwa bei Schluckbeschwerden denkbar, wirken aber nicht besser.

► Erwachsene nehmen ASS höchstens alle vier Stunden. Tageshöchstdosis: 3000 mg.


Ibuprofen: Vielfältig nutzbar
Geeignet bei leichten bis mäßigen Schmerzen jeglicher Form, auch Regelbeschwerden.

Bei Gelenkleiden wie Arthrose oder rheumatoider Arthritis ebenfalls möglich – längerfristig zum Schutz vor Nebenwirkungen aber nur laut ärztlicher Rücksprache.

Wichtig: Ibuprofen ist im letzten Drittel der Schwangerschaft tabu – sonst gut geeignet.

► Rezeptfrei gibt es Tabletten sowie Saft für Kinder.

► Immer mehrere Stunden Abstand zwischen den Einnahmen halten.

► Rezeptfreie Tageshöchstdosis für Erwachsene: 1200 mg.

Diclofenac: Bekannt bei Arthrose
Geeignet bei leichtem bis mäßigem Schmerz verschiedener Ursache.

Bei Gelenkleiden wie rheumatoider Arthritis oder Arthrose möglich – langfristig aber nur in Abstimmung mit dem Arzt. Er soll dabei neuerdings Herz-Kreislauf-Risiken beachten.

Wichtig: Für Kinder unter 14 und im letzten Schwangerschaftsdrittel tabu. Auch sonst für werdende Mütter nicht erste Wahl.

► Rezeptfreies Diclofenac höchstens alle vier Stunden nehmen – maximal 75 mg pro Tag.


Naproxen: Oft bei Regelschmerz
Geeignet bei leichtem bis mäßigem Schmerz.

Oft sind Präparate speziell bei Regelbeschwerden zugelassen. Auch bei Gelenkleiden wie Arthrose und Arthritis möglich – langfristig aber nur nach ärztlicher Rücksprache.

Wichtig: Für Kinder unter 12 und im letzten Schwangerschaftsdrittel tabu. Auch sonst nicht erste Wahl für Schwangere.

► Zu bedenken: Naproxen ist wohl besonders schonend fürs Herz – nicht aber für den Magen.

► Rezeptfrei höchstens dreimal täglich 250 mg nehmen.
http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/s....bild.html
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