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Kranke Arbeitnehmer stecken an, das kostet Milliarden
#1
Krank und hoch ansteckend zur Arbeit? Besser zum Arzt und ein paar Tage zu Hause bleiben. Es kann den Arbeitgeber sonst richtig Geld kosten.

Zitat:Es geht nichts über engagierte Arbeitnehmer mit Spaß an der Arbeit - es sei denn, sie werden krank. Denn dann ergeben sich Szenen wie jüngst am Kaffeeautomaten, als der sichtlich mitgenommene Kollege mit neu gewonnenem Elan erzählt, wie er in der Nacht zuvor noch über der Kloschüssel hing und dachte, sein letztes Stündchen hätte geschlagen. So ein Norovirus sei schon heftig, schildert er seine Erlebnisse in den schillerndsten Farben. Noch am Morgen sei es ihm richtig dreckig gegangen, aber die Besprechung am Nachmittag sei einfach zu wichtig. Seine Gesprächspartnerin, eben noch offen und zugewandt, wird aschfahl und empfiehlt sich umgehend.

Vorkommnisse wie diese gibt es in der kalten Jahreszeit zuhauf: Kollektive Magen-Darm-Erkrankungen fegen die halbe Belegschaft weg, hochansteckende Grippeviren tummeln sich auf Büroklinken, Streptokokken warten auf Kaffeetassen auf ihr nächstes Opfer.

Das Bundesarbeitsgericht hat hierzu ein (kontraproduktives) Urteil gefällt.
Zitat:Arbeitgeber, so heißt es darin, können auch schon am ersten Tag der Krankheit ein ärztliches Attest verlangen.
Dies ist allerdings kein Muss, sondern ein kann.

Auf der anderen Seite entstehen den Arbeitgebern Milliardenverluste, weil Arbeitnehmer massenhaft wegen Krankheit ausfallen. Besonders gemein ist hier der Norovirus, der immermehr grassiert.

Zitat:Grenzenloser Arbeitseifer, ein übersteigertes Pflichtgefühl oder schlicht die Angst vor Jobverlust lässt Millionen von Arbeitnehmern jedes Jahr trotz Krankheit am Arbeitsplatz erscheinen. Das Phänomen des arbeitenden Kranken ist so verbreitet, dass es schon einen eigenen Fachbegriff geprägt hat: „Präsentismus“. Die Beratungsgesellschaft Booz & Company stellte 2011 in einer Studie fest, dass dieser Präsentismus doppelt so hohe Kosten verursacht wie krankheitsbedingte Fehlzeiten. Jedes Jahr gingen der deutschen Volkswirtschaft so 225 Milliarden Euro - rund ein Zehntel des Bruttoinlandsprodukts - verloren.

Weiter im Link http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance ... 21140.html
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RE: Kranke Arbeitnehmer stecken an, das kostet Milliarden - von Krennz - 01-21-2013, 09:38 AM

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