09-03-2012, 01:58 PM
Zitat:Mittlerweile haben wir uns an die Konjunkturen des Weltuntergangs gewöhnt. Wenn der Winter eisig ist oder der Sommer kühl und verregnet, dann gehen die Klima-Alarmisten in Deckung. Erst im Hochsommer, mit Beginn der Waldbrände im Mittelmeerraum und dem Anbruch der Hurrikan-Saison in der Karibik fühlen sie sich wieder zu volkspädagogischen Aktivitäten ermuntert.
Kommt der alljährliche Bericht über die sommerliche Eisschmelze in der Arktis heraus, gibt es kein Halten mehr. Nach dem Hurrikan "Katrina" hieß es, jedes Jahr werde es jetzt mehr und größere tropische Wirbelstürme geben. Die globale Erwärmung führe zu einer zunehmenden Erhitzung der Ozeane, dies bilde den Motor für immer stärkere Wirbelstürme, das sei nur logisch.
Dummerweise folgte die Natur dieser Logik nicht, "Katrina" blieb in seiner Vernichtungskraft einmalig, wohl nicht zuletzt aufgrund der Dammbrüche in New Orleans. Wenn man eine Stadt aber vier Meter unter dem Meeresspiegel baut, dann darf man mit entsprechenden Katastrophen rechnen. Bereits in einem Blues aus den 1920er-Jahren hieß es: "When the levee breaks…".
In der Nomenklatur der Geologie ist eine "Warmzeit" dadurch definiert, dass die Pole komplett eisfrei sind. Nach dieser Terminologie leben wir seit einigen Millionen Jahren in einer Eiszeit. Auch innerhalb der Eiszeiten wechseln sich nach Ausweis der Gletscherforschung ständig wärmere und kältere Perioden ab.
Nach der Theorie des serbischen Geophysikers Milutin Milankowitsch basieren diese Fluktuationen auf den zyklischen Schwankungen der Umlaufbahn (Exzentrizität, Obliquität und Präzession) der Erde um die Sonne. Die langen Zyklen – heute Milankowitsch-Zyklen genannt – dauern etwa 100.000 Jahre. Nur etwa der zehnte Teil dieser Zyklen war innerhalb der letzten Million Jahre relativ warm. In so einem Interglazial – einer "Zwischeneiszeit" – leben wir seit etwa 10.000 Jahren.
Zum Zeichen ihrer Begeisterung für die Klimapolitik inszenierte sich Kanzlerin Angela Merkel vor fünf Jahren vor den schmelzenden Gletschern Grönlands. Die politische Kamarilla flog samt wissenschaftlichem und journalistischem Tross kurz ein und brachte vor passender Kulisse ihre Betroffenheit zum Ausdruck.
Inuit mit Gemüsegarten hinter dem Haus
Klimapolitiker und Journalisten waren zufrieden, die Aufnahmen waren samt O-Ton im Kasten und versprachen politischen und volkspädagogischen Mehrwert. Eine Reporterin interessierte sich jedoch für die Lebensverhältnisse der Grönländer und fragte sie nach der Abreise der Politiker nach den Folgen der Erwärmung für ihr konkretes Leben.
Ein sesshafter Nachfahre der Inuit zeigte der Journalistin stolz seinen Gemüsegarten hinter dem Haus: Von Jahr zu Jahr werde es nun besser, und man könne bereits Pflanzen anbauen, die zuvor niemals hier gewachsen seien.
Die USA, Kanada und Russland profitieren vom Klimawandel und sind deshalb dem Kyotoprotokoll nicht beigetreten, bzw. wieder ausgetreten.
